Der T-Mobile Flash Mob von Anfang Jahr in Liverpool ist ja schon beinahe legendär. Letzte Woche wurden nun gleich 2 vergleichbare Aktionen durchgeführt.
Aber eins nach dem anderen, beginnend mit dem T-Mobile Spot für diejenigen, die ihn verpasst haben.
Am 1. April hat NY400 in der Amsterdamer Subway die Idee weiter geführt und etwas anderes interpretiert. Zu Ehren der anhaltend guten Beziehungen zwischen Holland und New York kam Frank Sinatra zum Zug.
VTM ist etwas näher an T-Mobile, allerdings passt hier meiner Meinung nach die Aussage besser zur Aktion als bei T-Mobile. Beworben wird eine Reality TV Show, in der die Hauptdarstellerin für ein Musical gecastet wird.
Mir läuft es bei jedem einzelnen Spot kalt den Rücken runter, die Emotionen kommen also bestimmt nicht zu kurz. Mir stellt sich aber die Frage, wie erfolgreich das Konzept tatsächlich ist. Die Performances selbst kriegen ja nur wenige Leute mit. Eine kurze Analyse:
Der T-Mobile Spot ist auf Youtube mit weit mehr als 10 Millionen Views ein viraler Knaller. Ziel erfüllt. Der Spot kam so gut an, dass am 7. Februar – gut 3 Wochen nach dem T-Mobile Flashmob – 13′000 Menschen dieselbe Station gestürmt und den Spot imitiert haben. Die Station wurde darauf von der Polizei gesperrt. Mehr Infos dazu beim Telegraph.
Der Wow-Effekt zieht aber halt nur beim Original. Der VTM-Spot bringt es noch auf 300′000 Views, die NY400 Version auf ein paar Tausend. Fazit: eine grossartige Idee (stammt übrigens aus dem Hause Saatchi & Saatchi London), die auch einige Awards abräumen dürfte. Aber ganz bestimmt kein neuer Trend.
Tags: Flashmob, Saatchi & Saatchi, T-Mobile, Video, Viral
Heute abend geht in Hamburg das grösste Konzert der Welt über die Bühne. Die 100 Musiker der Philharmoniker Hamburg verteilen sich an insgesamt 50 Standorten der Innenstadt, verteilt auf öffentliche Plätze, Privatwohnungen und Geschäftsräume. Dirigiert werden Sie aus 108 Meter Höhe vom Turm der St.-Michaelis-Kirche. Die Anweisungen der Dirigentin werden über den Fernsehsender Hamburg 1 übertragen.
Der TV Spot, der seit 2 Monaten in Hamburger Kinos läuft:
Die verschiedenen Standorte sind auf der Microsite einsehbar, inkl. Porträt der Musiker:

Die Idee stammt von Jung von Matt, die sich auch als Sponsor am Event beteiligen. Was ich allerdings noch nicht ganz begreife: ob und wie man das Konzert live miterleben kann. Offenbar stehen an den verschiedenen Standorten Kameras, woraus nachträglich ein Web-Film entstehen soll. Von einer Live-Übertragung ist allerdings nirgends die Rede. Gerade diese würde eine grosse Idee zu einem grossartiges Projekt werden lassen. Allerdings dürfte die logistische Herausforderung auch so kaum zu bewältigen sein.
Weitere Infos zum grössten Konzert der Welt gibt es in Blog von JvM oder auf der Website zum Event.
Tags: Jung von Matt, Konzert, Philharmoniker Hamburg
Saatchi & Saatchi hat in Sri Lanka mit ungewöhnlichen Mitteln auf die Notwendigkeit einer guten Ausbildung hingewiesen. Für die Methodist Church of Sri Lanka wurden TV- und Radio-Spots realisiert, die zum Spenden für das MCSL Child Sponsorship Programme aufrufen.
Daneben wurden verschiedene Ambient-Massnahmen entworfen und umgesetzt, die dort für Aufmerksamkeit schaffen, wo sich Strassenkinder eben aufhalten: auf der Strasse.

Weitere Outdoor-Massnahmen gibt’s bei I believe in Advertising.
Tags: NPO, Saatchi & Saatchi
Skoda hat in Holland mehrere Octavias parkiert, die sich über die Kampagnen Website fernsteuern lassen. So kann man die Scheibenwischer betätigen, hupen oder die Lichter aufblinken lassen. Über drei verschiedene Kameras kann man den Passanten beim Staunen zusehen.

Die Highlights sind in der Online Galerie aufbereitet. Die parkierten Autos können auch “sprechen”, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erhaschen. Allemal eine nette Spielerei, die nicht unbedingt neu ist, aber soweit mir bekannt noch nie auf ein Auto angewendet wurde.
Konzipiert und umgesetzt wurde die Kampagne von der niederländischen Agentur Achtung!
Tags: Achtung!, Auto, Skoda
Grey Amsterdam hat sich eine effektvolle Methode einfallen lassen, um die zunehmende Verschmutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel zu thematisieren. Unter dem Motto «Don’t turn the bus into a garbage truck» wurden die Rückseiten von Linienbussen beklebt.

Nicht gerade ansehlich, aber sicher wirkungsvoller als die hässlichen Kleber, die zur Zeit Berns Busse dekorieren und bei denen man 3x hinschauen muss, bevor man das Sujet erkennt.
Tags: Amsterdam, ÖV